Unterwegs
Als Jugendbotschafter in Japan
veröffentlicht von Lina Skarupke am 24.12.2015 unter Unterwegs
Vom Trommelworkshop bis zur Teezeremonie - als Jugendbotschafter in Japan erleben Wuppertaler Schüler so einiges.
Einmal Teil einer fremden Kultur sein, das Land und die Leute kennenlernen und selber die eigene Heimat repräsentieren. Dieser Wunsch wurde für 12 Jugendliche aus ganz Deutschland zur Realität. Die 16- bis 18-jährigen durften für zwei Wochen als deutsche Jugendbotschafter nach Japan reisen und einen Einblick in die Ostasiatische Kultur bekommen.

Auch ein Wuppertaler hatte sich bei dem Programm der Robert Bosch Stiftung beworben - mit Erfolg. Vincent Heller (18) setze sich erfolgreich gegen 270 andere Bewerber durch und flog Ende Oktober nach Tokio, zu der ersten Station seiner Reise. Eine Woche wohnten die Jugendlichen in einer Jugendherberge und konnten die Millionen Stadt aus dem 18. Stock bewundern.

Neben einer Einführung in die Japanische Sprache und einem Trommelworkshop stand auch ein Treffen mit Mitgliedern der deutschen und japanischen Botschaft auf dem Programm. "Beide Länder haben eine unterschiedliche Einschätzung der Deutsch-Japanischen Beziehung. Im Gegensatz zu den Japanern, die mit allem einverstanden sind, haben die Deutschen ein Problem mit der Atompolitik." Auch in der Flüchtlingspolitik gibt es enorme Unterschiede zwischen den beiden Ländern. "Japan spricht sich klar gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus."

Von Tokio ging es eine Woche später mit dem Zug nach Kyoto. Auch ein Tagesausflug nach Hiroshima stand auf dem Programm. Dort besuchten die Jugendbotschafter den Peace Memorial Park, wo Schulklassen unzählige Ketten aus gefalteten Kranichen abgelegt hatten. "Der Anblick war einfach beeindrucken." Im Anschluss sprachen die Jugendlichen mit einem Zeitzeugen des Atombombenabwurfs im zweiten Weltkrieg. Dieser befand sich zum Zeitpunkt des Abwurfes nur Kilometer vom Hypozentrum entfernt und überlebte schwerverletzt.

Im Anschluss ging es für fünf Tage zu einer Gastfamilie nach Tokio. Trotz Sprachbarrieren, verlief der Aufenthalt ohne Probleme. "Die Familie war super nett. Dank Google Übersetzer konnten wir uns auf Englisch unterhalten. In Japan wird Englisch nicht so selbstverständlich gelernt, wie in Deutschland." Zum Aufenthalt in der Gastfamilie, gehörte auch der tägliche Schulbesuch. Der Unterschied zwischen den beiden Ländern wurde vor allem dort deutlich. "Es gibt keine Diskussionen im Unterricht. Auch werden keine Pro/Contra-Argumentationen geschrieben. Es wird einfach alles akzeptiert. Und wenn man im Unterricht schlafen möchte, ist das kein Problem."

Noch unterschiedlicher als das Schulsystem in Japan, ist das Essen. "Die Japanische Küche ist sehr gesund und man legt auch viel Wert auf das Aussehen. Generell gibt es viel mehr als nur Sushi. Mein Lieblingsgericht war Ramen, eine Nudelsuppe mit vielen verschiedenen Beilagen, wie z.B. Bambussprossen oder Algen." Nach zwei spannenden Wochen, brachte Vincent nicht nur viele Geschichten mit nach Hause, sondern auch viele Gastgeschenke. "Sogar von der Klasse, die ich drei Tage besucht habe, habe ich ein Foto geschenkt bekommen. Die Japaner sind unglaublich höflich. Ich hatte in Japan eine wirklich unvergessliche Zeit und bin heute noch froh mich beworben zu haben."
Verantwortlich für diesen Artikel:
Bjuma Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Bergische Jugend Medien Akademie
Heinz-Kluncker-Straße 4
42285 Wuppertal

Verantwortlich im Sinne des Presserechtes:
Jan Filipzik, E-Mail: redaktion@woopt.de
woopt! Magazin
woopt wird unterstützt von:
Stadtsparkasse Wuppertal Barmenia Wuppertaler Stadtwerke
Sachsenröder Wuppertalaktiv - Stadtmarketing e. V. Wuppertalaktiv - Stadtmarketing e. V.
Vorwerk Rinke  
Weitere Artikel aus woopt Magazin, Unterwegs:
Kommentare
Löschen Absenden
Noch keine Kommentare vorhanden.