Später
"Bildung ist ein Menschenrecht"
veröffentlicht von Lina Skarupke am 18.12.2015 unter Später
Wie kann Bildung mehr gefördert werden? Fragen waren Teil der Diskussionsrunde mit dem SPD-Abgeordneten Ernst-Dieter Rossmann bei den Jugendpressetagen in Berlin.
Bildung ist für viele Menschen in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Doch wie sieht es in Schwellenländern aus? Kann die Bildung in Deutschland noch mehr gefördert und verbessert werden? Und wie steht es zurzeit mit Inklusion in deutschen Schulen? Solche und ähnliche Fragen waren Teil der Diskussionsrunde mit dem SPD-Abgeordneten Ernst-Dieter Rossmann bei den Jugendpressetagen in Berlin.

Bildung ist vor allem für viele Schüler ein sehr wichtiges Thema. Aber auch der allzeit gegenwärtige und viel diskutierte Aspekt rund um die Flüchtlings- und die damit verbundene Kommunikationsproblematik, wurde nicht außer Acht gelassen. "Bildung ist ein Menschenrecht." Mit diesem Statement eröffnete Rossmann die Diskussionsrunde. Seiner Meinung nach, habe jeder das Recht auf Bildung und vor allem das Potenzial dazu.

Trotzdem gäbe es auch in Deutschland Unterschiede, die im Regelfall durch das Elternhaus beeinflusst würden. Für ihn ist Bildung der Schlüssel, um leben zu können. Und das finge nicht erst in der Grundschule an, sondern schon im Kindergarten. Ziemlich interessant wurde es dann schließlich beim Thema Inklusion, da es auch in diesem Bereich zu Problemen kommen kann. Zum Beispiel bei der Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung. "Dieser Unterschied wird erst in der Oberstufe bemerkbar."

Trotzdem sollen diese Menschen weiterhin integriert werden. "Die Grundlegende Erfahrung zeigt, dass es passt: und beide Seiten profitieren." Während der Diskussionsrunde wurde immer wieder deutlich, wie wichtig Bildungspolitik ist und wie sehr der Bildungsgrad das weitere Leben bestimmt, vor allem in Anbetracht der vielen Flüchtlinge, die derzeit nach Europa strömen. Die mangelnden Sprachkenntnisse sind nicht unbedingt förderlich bei der Erstaufnahme und Registrierung der Flüchtlinge.

Rossmann sieht das Problem vor allem bei den knappen Ressourcen im Bildungsbereich und mangelnden Lehrkräften. So hat jeder Flüchtling bei der Erstaufnahme einen Anspruch auf Bildung, aber nicht unbedingt die Möglichkeit dazu. "Berufsbezogene Sprachkurse sind hier sehr wichtig." So würden bereits vorhandene Berufskenntnisse gefördert, sodass sie auch in Deutschland einsetzbar seien.

Auch wenn es momentan viele andere, wichtige politische Themen gibt, gehört die Bildungspolitik für Ernst-Dieter Rossmann längst nicht zu den Akten. "Es hat sich ein Bewusstsein entwickelt.", sagte er zum Abschluss der Diskussionsrunde, "Außerdem wurden die Mittel für den Bildungsbereich in den letzten Jahren um 7 Milliarden erhöht."
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