Später
Dem politischen Nachwuchs stehen alle Türen offen
veröffentlicht von Lou Antoinette Godvliet am 11.12.2015 unter Später
Wuppertal bietet seinen Jugendlichen die Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Partizipations- und Gestaltungskompetenz sowie die Umsetzung ihrer Interessen auf politischer Basis. Der Wuppertaler Jugendrat (WJR) fand Ende November seine neuen Mitglieder.
Am 28. November wurde das Wahlergebnis im LCB verkündet: 30 Jugendliche sind nun Mitglieder des unparteiischen Gremiums unserer Stadt. Hinzu kommen 12 Stellvertreter von den insgesamt 62 Kandidaten. Erstmals wurden auch ein paar Flüchtlinge als Mitglieder gewählt. Die Online Wahl ergab eine höhere Wahlbeteiligung als im Jahr 2012, die mit 3,6% abgeschlossen wurde. Knapp 31.500 Wuppertaler Jugendliche waren wahlberechtigt und konnten sowohl von zu Hause als auch im Haus der Jugend und in den Schulen ihre politischen Stellvertreter wählen.

Die Erwartungen sind hoch, die Chancen noch größer. Leon Glittenberg ein „altes neues Jugendratsmitglied“ erwartet von den Newcomern, dass sie bereit sind wirklich etwas verändern zu wollen und auch dann weitermachen, wenn man bei einem Projekt mal augenscheinlich in einer Sackgasse landet. Er kann den neuen Mitgliedern bei der Durchführung und Planung beiseite stehen und eventuelle Probleme schon im Voraus erkennen sowie lösen.

„Ich bin immer offen für neues und möchte so viel wie möglich ausprobieren. Durchaus kann ich mir auch vorstellen mich als Pressesprecher einzubringen.“ Dennoch wird er sein altes eingespieltes und effizientes Team, was ihm ans Herz gewachsen ist, vermissen. Uneinigkeiten kommen in jeder Zusammenarbeit vor und trotzdem „haben wir viel mehr erreicht, als ich mir am Anfang erhofft hatte.“ Insgesamt ist er stolz auf die geleisteten Projekte des alten Jugendrates und freut sich gleichzeitig auf die neuen Gesichter und Ideen die entstehen werden.


Durch Projekte wie ein Aufruf zur Toleranz in Form eines Plakates mit unzähligen Wuppertalern und dem „Peace-Zeichen“ wurde der WJR gar vom Bundespräsidenten telefonisch gelobt. Reisen nach Berlin und England, wobei die Politik zwar immer im Fokus stand der Spaß aber auch nie von der Bildfläche verschwand, ermöglichten den Jugendlichen großartige Erfahrungen. Der „alte Jugendrat“ halt also einiges vorgelegt, was die Neuankömmlinge aber auch begeistert.

Anna Früh, erstmals Jugendrätin, ist besonders vom größten und letzten Projekt des Jugendrates in diesem Jahr, dem Jugendcafé in der Barmer Innenstadt, beeindruckt. „Meine Erwartungen sind offen, ich finde diese Art von Arbeit fantastisch. Ich erwarte einfach, dass es in diese Richtung weitergehen wird. Es werden Projekte für die Gemeinschaft geschaffen und erfolgreich umgesetzt.“

Zu dieser Motivation hinzu kommt ihre Erfahrung, die sie in den USA gemacht hat. Sie spürte, wie sich ein respektlos behandelter Außenseiter oder auch kulturell Fremder in der rücksichtslosen Gesellschaft fühlen mag. Eben für jene Jugendliche in solchen Verhältnissen möchte sie sich einsetzen und die Integration derer fördern. Die Erwartungen der neuen Mitglieder sind also wesentlich offenherziger und bieten mehr Freiraum. Eine gute Basis in der Öffentlichkeitsarbeit, Struktur und Projektentwicklung wurde geschaffen, auf die der neue Jugendrat nun nur noch aufbauen muss.


Ein Kennenlern-Seminar soll mit Unterstützung der Verwaltung und ein paar der alten Jugendräte am Wochenende in Velbert stattfinden. Die Arbeitsweise des WJR wird vorgestellt und eine zwischenmenschliche Harmonie soll entstehen. Aber nicht nur das, sondern noch viele weitere Projekte sind geplant.

Die Bezirksvertretungen, der Jugendhilfeausschuss und der Kinder und Jugendrat NRW wird weiterhin von den Wuppertaler Jugendräten besucht werden. Monatliche Vollversammlungen und diverse „AGs“ bilden das Grundgerüst der Jugendrats Arbeit. Alle sind gespannt auf die neuen und frischen Ideen und freuen sich auf weitere Neuigkeiten des WJRs.

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