Unterwegs
Business as usual – im Gespräch mit CHIMA
veröffentlicht von Marlon Jungjohann am 28.01.2016 unter Unterwegs
2012 war es der Hit des Jahres: „Morgen“ von Sänger CHIMA. Woopt-Autor Marlon traf den Frankfurter Künstler nach seinem Auftritt in der Uni-Halle. Er war Headliner des diesjährigen Schülerrockfestivals.
Schon geschafft, Schwebebahn zu fahren?
Nein, ich habe es heute tatsächlich nicht geschafft mit der Schwebebahn zu fahren, was anscheinend ein großes Versäumnis ist, weil es offensichtlich DAS Wahrzeichen der Stadt darstellt. Ich habe meine Zeit stattdessen dafür genutzt, vor einem großartigen Publikum in der Uni-Halle zu spielen und bin der Überzeugung, dass ich damit die richtige Priorität gesetzt habe.


Wie bereitest du dich auf einen Auftritt wie den heute Abend vor?
Wir saufen, wir haben Fressgelagen und wir knutschen innerhalb der Band (lacht). Mal im Ernst: ein bisschen Stimmen-Warm up und ansonsten freuen. Sich ein bisschen freuen, auf die Situation einstimmen. Ich mache das, indem ich mit dem ein oder anderen ins Gespräch komme und ein Gefühl für die Stadt und die Umgebung bekomme.


Du bist nigerianischer Abstammung und in Deutschland aufgewachsen. Inwieweit beeinflussen dich beide Kulturen?

Meine afrikanischen Wurzeln beeinflussen mich wahrscheinlich total stark in der Art, wie ich zum Beispiel phrasiere.

Wenn man die Möglichkeit hat, viele Kulturen zu erfahren und die im Laufe der Zeit zu verstehen, hat man auch Möglichkeiten, Vergleiche zu ziehen. Aber ich selber kann wahrscheinlich am wenigsten einschätzen, inwieweit mich beide Kulturen beeinflussen. Sie beeinflussen mich aber auf jeden Fall.


Mit „Brothers Keepers“, die sich gegen Fremdenhass einsetzen, hattest du deinen ersten Chart-Erfolg. Was möchtest du mit deinen Liedern aussagen?

Mit den Worten von Michael Jackson: I love you all (lacht). Nein, auch das war nicht ganz so ernst gemeint. Ich drücke mich aus, ich erzähle Geschichten von denen ich glaube, dass sie relevant sind. Dinge, die mir selbst passiert sind, Phänomene die ich beobachtet habe in meinem freundschaftlichen Umfeld, von denen ich gedacht habe, dass es Sinn macht, sie mal zum Ausdruck zu bringen. Ich bringe alles zum Ausdruck von dem ich glaube dass es mich berührt. Ich mache mir da gar nicht so viele Gedanken, vielleicht sollte ich das mal machen.


Wodurch wirst du inspiriert?

Ich werde inspiriert vom Leben an sich. Ich ein ziemlich zugänglicher Typ, ich mag es, mich mit Menschen zu unterhalten und es gibt immer wieder Begegnungen, wo etwas haften bleibt, wo man sich auch nicht erklären kann warum. Aber da, wo etwas haften bleibt, glaube ich, dass sich auf unerklärliche Art und Weise etwas relevantes manifestiert. Begegnungen mit Menschen die krank sind, Begegnungen mit Menschen, die besonders weit sind. Spirituell oder intellektuell, also ganz rational intelligent. Das inspiriert mich. Manchmal ist es auch nur eine Umarmung von jemandem, der dazu nicht imstande ist. Jemand, der bereit ist, alles oder überdurchschnittlich viel zu geben. Dinge von Bedeutung.


Was kommt als nächstes?

Ich will ein großartiges Album veröffentlichen, in dem ich, wie gerade schon erwähnt, Dinge zum Ausdruck bringe von denen ich glaube, dass sie wichtig sind. Zumindest Dinge, die mich berühren, die dann auch andere Menschen berühren sollten. Also Business as usual.


Bild: Universal Music
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